Florian Ritter und Verena Schmidt-Völlmecke: Interessant Einblicke in die Arbeit der Autobahnpolizei

Verena Schmidt-Völlmecke und MdL Florian Ritter

26. Juli 2018

Im Rahmen der regelmäßigen Dienststellenbesuche der SPD-Landtagsfraktion besuchte der Münchner Abgeordnete Florian Ritter in Begleitung der Vorsitzenden der örtlichen SPD, Verena Schmidt-Völlmecke, die Autobahnpolizei in Holzkirchen. Die mit einer Soll-Stärke von 44 Beamten ausgestattet Dienststelle ist für die Autobahn A8 von Ramersdorf bis zur Kuppe des Irschenbergs und für 12 Kilometer der A 995 zwischen Giesing und dem Autobahnkreuz München-Süd zuständig.

Beide Besucher zeigten sich von der Fülle der Aufgaben und täglichen Herausforderungen beeindruckt. „Die Autobahnpolizei hat wirklich keine leichte Aufgabe. Wir könne wirklich froh sein, dass dieser Dienst an der Allgemeinheit mit so viel persönlichem Engagement getan wird“, lobten beide übereinstimmend. In Spitzenzeiten passieren 150.000 Fahrzeuge am Tag den Kontrollbereich der Dienststelle, durchschnittlich etwas über 114.000 Fahrzeuge. 1973 zählte man lediglich ein Tagesverkehrsaufkommen von 73.000. Problematisch wirkt sich im Bereich der Station vor allem der Schwerlastverkehr aus. Auf der Suche nach Abstellmöglichkeiten für die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeiten unterstützt die Polizei die Fahrer nach Kräften und probiert diverse Modellverfahren aus. Nimmt es überhand, müssen die Beamten die LKWs von der Autobahn ableiten, nicht immer zum Wohlgefallen der Anwohner.

Ritter SChmidt-Völlmecke bei der Autobahnpolizei Holzkirchen

Ritter und Schmidt-Völlmecke ließen sich auch den einzigen noch im Einsatz befindlichen Videowagen der Polizeistation zeigen, der noch mit VHS-Kassetten arbeitet. Fürs Gericht müssen die Bänder dann digitalisiert werden, weil die Justiz hier oft schon fortschrittlicher ausgestattet ist. So hängt auch die Kontrolle der Sicherheitsabstände an einem einzigen Beamten, der die Technik noch bedienen kann und der hat gut zu tun. Trotz dieser Unzulänglichkeit mussten dieses Jahr bereits unzählige Fahrverbote wegen Abstandsunterschreitung ausgesprochen werden. Während der PKW-Fuhrpark der Station relativ gut ausgestattet ist, hapert es bei der Motorradausstattung der Station.

„Auch wenn die Dienststelle insgesamt gut ausgestattet ist, so findet man immer wieder technische Gerätschaften in Polizeidienststellen, die fast schon ein Fall für das Technikmuseum sind“ kommentierte Florian Ritter die Situation. „Altes Material bindet natürlich Arbeitskraft, deshalb könnte die Modernisierung von technischem Material manchmal gerne schneller gehen. Die Dienststellen der Polizei sollten immer auf dem neuesten Stand sein“.

Neben der Sicherheit auf der Fernstraße sind die Beamten auch mit allgemeinpolizeilichen Aufgaben betraut. Zu den häufiger verzeichneten Delikten gehören überraschenderweise immer noch Tankbetrug und in der Urlaubzeit die Aufbrüche von Wohnmobilen.

Persönlich drücken die Beamten vor allem die steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere die Mieten und der Mangel an Wohnraum. Die angespannte Lage im Großraum München dreht auch im Gebiet um Holzkirchen kräftig an der Preisspirale, wusste auch Schmidt-Völlmecke zu bestätigen. Eine erhöhte Ballungsraumzulage, deren Ausweitung auch auf betroffene Gebiete im Münchner Umland und ein größeres Engagement der Freistaats, für seine Beamten günstigen Wohnraum zu schaffen, wäre zwingend geboten, stellte Schmidt-Völlmecke fest.

FOTOS: Verena Schmidt Völlmecke / Florian Ritter MdL