Situation in der Funkkaserne trotz erster Maßnahmen problematisch besonders für Kinder

25. März 2019

Nach Medienberichten über die Zustände haben sich heute (25.März) die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Waldmann und Florian Ritter selbst ein Bild von der Situation in der Funkkaserne gemacht. Das Gelände am Frankfurter Ring dient als ANKER-Zentrum und beherbergte vor kurzem noch 230 Geflüchtete, darunter 80 Kinder.

Die öffentliche Kritik und der angekündigte Besuch aus dem Maximilianeum bewirkten offenbar erste Maßnamen, die bei dem Rundgang den Abgeordneten vorgestellt und zum Teil schon in Angriff genommen wurden. Dazu zählten die Sanierungen der Räume, die Entfernung von Schimmel und Möglichkeiten zur Kinderbetreuung. Doppelbelegungen wurden bereits beendet und sollen zukünftig nicht mehr erfolgen.

Für Ritter und Waldmann war das Bild nichts desto trotz ernüchternd. „Gebäude und Gelände sind in einem derart problematischen Zustand, daß sie auch nach Abschluss der geplanten Maßnahmen keine Umgebung sein werden, in dem man guten Gewissens Familien mit kleinen Kindern unterbringen kann. Von Fachleuten wurde ja schon darauf hingewiesen, daß in der Einrichtung die Schwelle zur Kindswohlgefährdung überschritten ist. Das können wir nur bestätigen.“, so Florian Ritter nach dem Rundgang.

„Wir sind uns beide einig, dass Familien mit kleinen Kindern so schnell wie möglich aus den ANKER-Zentren in normale Unterkünfte verlegt werden müssen“, so die lokale Abgeordnete Ruth Waldmann. Entsprechende Vorstöße gab es auch aus der SPD-Stadtratsfraktion.

Waldmann und Ritter kündigten an, die Veränderungen intensiv zu begleiten. Beide Mandatsträger sahen sich nach dem Rundgang in ihrer Ablehnung des Konzepts der ANKER-Zentren bestätigt.